Brackweder Kino-Historie

Die Gemeinde Brackwede (heute Stadtbezirk Bielefeld-Brackwede) hatte insgesamt vier Filmtheater, die im Verlauf des großen Kinosterbens der 1960er Jahre geschlossen wurden.

Schauburg, Gütersloher Straße 17                (1928/1934 - 1.1.1966)

Schauburg 1930er Jahre

1930: Odeon-Lichtspiele, Gütersloher Straße 17,

Gr: 1928 | Inhaber: Hermann Silz | täglich | 280 Plätze,

1934: Schauburg, Gütersloher Str. 17

Gr: 1933 | Inhaber: Willy Krips, Adolf- Hitler-Str. Nr. 119

täglich | Kap: Mech. Musik | T-F: Tobis | 280 Plätze

Schauburg: Bauzeichnung
Belegschaft um 1946: Liesel Haase, Ewald Kürbis, Thea Metzger

1949: Schauburg Tel. 1285

Inh.: Ravensberger Lichtspiele G.m.b.H.

Ewald Timmerhans, Brackwede, Hauptstr. 107

mit Dia | 7 Tage | Plätze: 350 | Mitspielorte: Quelle, Ummeln, Senne.

Zeitungsanzeigen 1950

ERNEMANN IV Filmprojektor 1953-1955 in der Schauburg im Einsatz

"Der neue Film: Juli 1955"

Nach Übernahme der bisher von Frau Elfriede Timmerhans betriebenen Schauburg in Brackwede b. Bielefeld durch Heinz Riech stellte sich das 320-Platz-Theater kürzlich im neuen Gewand vor. Mit der geschmackvollen Renovation des Theaters war eine von der Düsseldorfer Spezialfirma Heitmüller & Lau ausgeführte Neueinrichtung des Bildwerferraumes verbunden. Zur Aufstellung gelangten: zwei Bauer B-8-A-Projektoren mit Dia-Anbaugerät, ein SAF-Selengleichrichter „Orion 80" und Zubehör

Zeitungsanzeigen 1956

Schauburg 1960: Der brave Soldat Schwejk

25. Dezember 1954 - 15. Dezember 1960:

Schauburg Gütersloher Straße. 17, Tel: 55214

Inhaber: Heinz Riech | 436 Plätze | Kamphöner Klappstühle, Hochpolst.

spielt 7 Tage/Woche | 21 Vorstellungen | 3-4 Matinee.-/Spätvorstellung

tönendes Dia |  Projektoren: Bauer B 8 A | Lichtquelle: SPS

Verstärker: TeKaDe | Bild- u. Tonsyst: CS-Bild.-Verh: 1:2,35

Miete ab 1.11.1954: DM 435,00

16. Dezember 1960 - 3. März 1964:

Schauburg Gütersloher Straße 17, Tel: 55214

Inhaber: Hermann Groteheide

Post: Scala-Theater, Gütersloh, Postfach 703

436 Plätze |  Best: Kamphöner, Klappstühle, Hochpolster

spielt 7 Tag/Woche | 21 Vorstellungen., 3-4 Mat.-/Spät- vorst.

tönendes. Dia | Projektoren: Bauer B 8 A, Lichtquelle: SPS

Verstärker: TeKaDe, Bild- u. Tonsyst: CS-Bild, 1 KL

Miete ab 1.1.1961: DM 500 + Kassenhäuschen DM 7,50

3. März 1964 - 1. Januar 1966:

Schauburg Gütersloher Straße 17, Tel.: 45014

Inhaber: Barbara Gaus

Die letzte Zeitungsanzeige erschien am 3. Januar 1966 und kündigte das kommende Programm bis zum Sonntag, 9. Januar 1966 an.

Es ist unklar ob dieses Programm noch gespielt wurde.

Ab 1966 lagerte der "Mercator-Filmverleih" im Saal der Schauburg seine Filmkopien. Im August 1969 wurde der Saal halbiert. Miete: DM 200,00.

Filmspule 600 m mit Ufa-Wochenschau
Versandaufkleber Ufa-Wochenschau #505 - März 1966
Schauburg Freikarte Juni 1965

Erlöse & Kosten der Schauburg Januar - Juni 1965

 

Einspielerlöse                  DM  8.497,50

Süsswaren-Erlöse           DM     715,50

Werbefilm-Einnahmen     DM     472,85

Sonstige Erlöse               DM  1.315,00

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Gesamt-Erlöse                DM 11.000,85

Gesamt-Aufwendungen  DM 10.503,62

 

Ertrag:                                  DM 497,23

Aus der Schauburg wird die Filmbühne (1975)

Eröffnungsanzeige 23. August 1975
NW-Bericht vom 11. Dezember 1975

Zustand im Juni 2019

Original Filmprojektor BAUER B5a in einer Ausstellung in Heepen